18 Optimiertes Stallklima

Worum Geht's?
Lachgas N2O, Ressourcen
Dass Ammoniak als Vorläufersubstanz für Lachgas wirkt, ist bewiesen. Dass man Ammoniak im Stall mit einfachen Massnahmen reduzieren kann, ist es (noch?) nicht. Dabei klingt es logisch: Wenn man die Temperatur möglichst tief hält, bildet sich weniger Ammoniak. Schliesslich laufen bei höheren Temperaturen viele chemische Prozesse im Kot, Harn und Futter schneller und intensiver ab, so dass die Bildung von Ammoniak und weiteren Schadgasen begünstigt wird. Das Stallklima kann folglich durchaus einen Einfluss aufs Klima haben. Um dieses zu optimieren, braucht der Stall ein wärmegedämmtes Dach, Beschattung (z.B. Schattennetze) und allenfalls noch eine Berieselung oder Vernebelung (wenn es sehr heiss ist). Aus Sicht vom Tier braucht es zusätzlich noch einen Windschutz, der bei sehr tiefen Temperaturen den Wind ausbremst.1

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BEGRÜNTES STALLDACH
Unabhängig davon, ob ein kühleres Stallklima Ammoniak reduziert oder nicht, steht fest, dass sich das Vieh bei kühleren Temperaturen wohler fühlt. Man muss den Stall nicht unbedingt mit Gebläse kühlen, sondern kann auch auf die Kraft der Natur setzen: Zum Beispiel mit begrünten Dächern. Gründächer lassen sich auch noch auf Dächern mit moderatem Gefälle realisieren. Abgesehen davon sehen begrünte Dächer sehr natürlich aus und lassen manchen grossen Stall in der Landschaft kleiner erscheinen.
1 Swissherdbookbulletin 6/18: «Gutes Klima für Tier, Mensch und Stall»