Hof Frigg
Familie Jörg und Flurin Frigg

Unser Anliegen
«Eine effiziente Landwirtschaft ist unser Ziel. Mit einem möglichst tiefen Einsatz von Ressourcen möchten wir ein gutes landwirtschaftliches Einkommen generieren.»
Betriebszweige
- Milchwirtschaft mit Aufzucht
- Fleischschafe
- Ackerbau
- Lohnarbeiten
Engagement fürs Klima
- Reduzierter Kraftfuttereinsatz
- Kompostierung von Hofdünger in Rodels, Domleschg (Terravivent AG)
- Gülleaufbereitung mit Wasser und Steinmehl
- Gülleausbringung mit Schleppschlauch
- Pfluglose Bodenbearbeitung (GeoHobel und Scheibenegge)
- Photovoltaikanlage
«Den Verbrauch an fossiler Energie soll durch eine reduzierte Futterkonservierung erfolgen. Zudem soll die Fütterung von Trockenprodukten reduziert- und der Weideanteil erhöht werden. Ein fahrbarer Melkstand könnte den Weideanteil erhöhen. Der gesamte Mist soll kompostiert- und der Gülleanteil reduziert werden.»
PilotprojektE ab 2022
Projekt: Kompostplatz Alti Löser
Ausgangslage
- Die aktuellen Mistlagerkapazitäten reichen nicht aus, um den anfallenden Mist während der Vegetationsruhe lagern zu können. So wurden während den Wintermonaten Mistmieten erstellt.
- Zwei der drei beteiligten Betriebe haben zu Beginn der Vegetation diese Mistmieten am Feldrand kompostiert. Mit den neuen Vorgaben im Bereich Gewässerschutz ist diese Art der Mistlagerung nicht mehr möglich.
- Aus Sicht der Betriebsleiter bringt der Mistkompost im Einsatz sehr viele Vorteile und stellt auch für den Boden einen sehr gut verträglichen Dünger dar. Herstellung von Mistkompost und den aktuellen Gesetzgebungen ist aber sehr schwierig.
- Gleichzeitig steht die politische Gemeinde Domleschg vor der Frage, wie sie mit dem anfallenden Grüngut umgehen soll. Im Moment wird das Grüngut auf dezentralen Sammelplätzen gesammelt und abgeführt. Ein Teil des Materials in einem Radius von 35 Kilometer verwertet, der Rest wird über die Kantonsgrenze hinaus wegtransportiert. Für die Gemeinde ist dies ein enormer Kostentreiber, zudem ist es ökologisch nicht sinnvoll.
ZIEL
- Mit dem Bau von einem zentralen Kompostplatz mit integriertem Mistlager sollen die genannten Herausforderungen im Zusammenhang mit fehlender Lagerkapazität gelöst werden.
- Mit den Rohstoffen Mist und Grüngut soll ein unverwechselbarer Nährhumus für den Einsatz in der Landwirtschaft, in Baumschulen und in Hausgärten von Privatpersonen produziert werden.
- Durch die gemeinschaftliche Investition und Erstellung der Anlage der drei Landwirte wird die Ressource Boden auf ein nötiges Minimum beansprucht.
- Als erster privat geführter Kompostplatz im Kanton Graubünden wollen wir unseren Platz zu Forschungs- und Weiterbildungszwecken zur Verfügung stellen.
PROJEKT
- Für den angestrebten C:N-Kompost wird Grüngut mit Stallmist nach dem geregelten Verfahren der gelenkten mikrobiellen Kompostierung verarbeitet. Mit diesem System von offenen Kleinmieten mit Vliesabdeckung wird das Grüngut zu hochwertigem Nährhumus verarbeitet.
- Ziel dieser gelenkten Kompostierung ist eine hygienisch einwandfreie Verarbeitung mit geringen Verlusten und hoher Nährstoffeinbindung, und somit der Bildung von boden- und pflanzenverträglichem Humuskompost. Dazu werden Mieten mit einem idealen Mischverhältnis der verschiedenen Rohmaterialien (Mist und Grüngut) erstellt. In der Folge werden sie zu Beginn des Rotteprozesses täglich gewendet, nach ca. 10 Tagen können die Intervalle zwischen dem Wenden verlängert werden. Nach ca. 6 – 8 Wochen ist die Rottephase abgeschlossen.
- Durch das häufige Wenden und die kontrollierten Bedingungen findet ein komplett aerober Rotteprozess statt. Damit können die Bildung von Gärsäften und Geruchsemissionen vermieden werden.
- Für die Kontrolle des Prozesses wird eine App verwendet. Dies bietet den Vorteil, dass sämtliche relevanten Parameter dokumentiert werden können und der Rotteprozess kontrolliert ablaufen kann, womit ein entsprechend hochwertiges Endresultat erreicht wird.