Schau-Bauernhof Kuhvilla

Unser Anliegen
«Mit Pflanzenkohle fördere ich den Humusaufbau auf meinen Wiesen, dadurch können sie mehr CO2 binden. Und in der Gülle hat es weniger Methan: Zwei Fliegen mit einer Schaufel.»
Betriebszweige
- Milchwirtschaft mit Aufzucht
- Kompostierung für die Gemeinde
- Schaubauernhof
- Lohnarbeit
Engagement fürs Klima
- Viehzucht mit der Rasse Kiwi- Friesen, Vollweide mit saisonaler Abkalbung
- Jungviehaufzucht ohne Kraftfutter
- Milchviehfütterung mit wenig Kraftfutter (Fütterung von Leinsamen und Pflanzenkohle)
- Mistkompostierung
- LED- Beleuchtung mit Ionisierung
«Durch die Senkung der Treibhausgase will ich meinen Konsumenten in Zukunft umweltfreundlichere Produkte anbieten und zudem die Wirtschaftlichkeit meines Betriebes steigern.»
So packen wir an
PilotprojektE ab 2022
Projekt 1: Methan und Harnstoff senkende Fütterung
Ausgangslage
Folgende Fragestellung bildet die Ausgangslage für das Projekt: Sind die von den Futtermittelfirmen und den Landwirtschaftsschulen empfohlenen Harnstoffwerte richtig, oder funktioniert es auch viel tiefer und kann gleichzeitig auch der Methanausstoss gesenkt werden?
ZIEL
- Methan und Harnstoffsenkung und deren Auswirkung auf die Tiergesundheit
PROJEKT
- Den Kühen soll während der Startphase ca. 100 Tage, bis zum Weidebeginn, die Grundfutterration nur mit 100 g Pflanzenkohle und 2 kg extrudiertem Leinsamen ergänzt werden. Dies senkt den Methanausstoss und zugleich den Harnstoffwert in der Milch, was zugleich wiederum eine tiefere Ammoniakbelastung im Stall bedeutet.
Projekt 2: Kompostvergleich
Ausgangslage
Bis heute gibt es keinen einfachen neutralen Anwenderversuch von verschiedenen Komposten unter Praxisbedingungen mit einer Nullparzelle die normal weiterbewirtschaftet wird.
ZIEL
- Die verschiedenen Komposte sollen bezüglich Wirkung auf den Humusaufbau, die Nährstoffeinlagerung und den Krankheitsbefall der Pflanzen untersucht werden.
- Der Aufwand der Kompostherstellung soll auch im Kosten/ Nutzenverhältnis betrachtet werden.
PROJEKT
- Am Plantahof, Standort Waldhaus, und in Realta werden zwei Felder in je fünf Streifen aufgeteilt, die in der gleichen Fruchtfolge weiter geführt werden. Ein Streifen dient als Null Parzelle und wird wie bis anhin gedüngt. Die anderen Streifen werden jeweils mit C/N Kompost nach Hildebrant, Industriekompost Axpo Berom Landquart, MC Kompost nach Witte und Kompost von der Lenzerheide, mit einer Gabe von 25m³ pro Jahr gedüngt.
- Gemessen wird die Ausgangs- und Endlage mittels Bodenproben (ÖLN und CORG) sowie Bodenchroma und Humusttest nach Lüpke.
- Auch werden Auffälligkeiten wie Krankheiten, Mehr- und Mindererträge und Spatenprobe von Auge dokumentiert und festgehalten.